Vorteile: keine vorteile!!!
Nachteile: kompliziert, teuer, § 263, § 291, § 138
Zur Aufnahme des Umzugsgutes kam der Chef persönlich, ging mit uns durch alle Räume und nahm Maß an den zu erledigenden Arbeiten wie z.B. Küche Auf- und Abbauen, Schlafzimmer Auf- und Abbauen, das Gleiche dann mit einem Gästebett und einen Holzofen.
Darauf erhielten wir ein Kostenvoranschlag / Rechenbeispiel in einer Höhe von 5100€.
Der Herr Bedürftig machte eigentlich einen kompetenten und vertrauenswürdigen Eindruck auf uns und der Preis für das „Rundum Sorglos Paket“ war auch recht gut.
Da ich den Umzug ja nicht selber bestreiten musste sondern meine Firma da ein Wort mitzureden hatte, war ich dann auch gezwungen diese Umzugsspedition zu nehmen.
Meine Frau und ich sind schon ein paar Mal umgezogen, mit unterschiedlichen Speditionen, sogar einmal mit einer spanischen Firma, mit allen hatten wir gute Erfahrungen gemacht.
Nun war es wohl so, dass schon beim Einpacken sich ein enormer Mehraufwand für den Abbau der Küche etc. ergeben hatte (Bemerkung dazu: den Holzofen und das Gästezimmer hatten wir an den Nachmieter verkauft, somit sollte dieses weder Ab- noch Aufgebaut werden). Dieses äußerte sich dann schon in einem finanziellen Mehraufwand.
Die Anfahrt sollte, laut Vertrag von Karlsruhe erfolgen, ca. 25 bis 30Km, für diese Strecke brauchten die Mitarbeiter schon so lange, dass die in 2 Tagen auf je 10 Sunden pro Person kamen (1. Tag Ankunft 8:45 Uhr 18:00 Uhr Abfahrt 45 Minuten Gesetzliche Pause, die vielen Zigarettenpausen nicht gerechnet; 2. Tag Ankunft 8:30 Uhr Abfahrt gegen 14 Uhr).
Einen Tag vor dem geplanten Ausladetermin hat uns die Umzugsfirma unterbreitet, wenn wir am nächsten Tag nicht 2800€ bar auf den Tisch legen, dann wird kein Möbelstück ausgepackt.
Nun kann man, selbst wenn man das Geld auf dem Konto hat nicht ohne weiteres 3000€ mal eben so ohne Vorwarnung bei der nächsten Post so mal eben abheben.
Im Gesetz steht ein Passus, $291 StGB
Für das Aufbauen der Küche wurden dann auch noch mal 217€ für 7 Stunden Arbeit gerechnet, abgesehen davon, dass der „Handwerker“ keine 7 Stunden für den Aufbau der Küche gebraucht hat und wir den Rest dann lieber haben alleine machen wollen, war dieser auch so gut, dass er Küchenschränke vor wichtigen Stechdosen baute und auch den Backofen sowie die Mikrowelle schief in den Schrank einbaute. Fazit, ich musste die halbe Küche wieder auseinander bauen, dabei entdeckte ich auch dass er extra neue Löcher für die Verbindungselemente gebohrt hat und damit natürlich die Möbel beschädigt hat.
Nach dem Ausladen wollte ich mit dem Vorarbeiter durch die Räume gehen und die Schäden begutachten und aufzunehmen, dieser sagte dann, dass wir dafür 14 Tage Zeit hätten und zeigte uns einen Passus In seinen Auslieferpapieren.
Die Schäden wurden vom Unternehmer jetzt abgeschmettert und es wurde auf eine Stelle im Generalvertrag hingewiesen, wo "offensichtliche Schäden 24 Stunden nach Auslieferung" angezeigt werden müssen und bei nicht offensichtlichen Schäden (Kartons die im Nachhinein ausgepackt werden) muss man beweisen, dass diese Schäden vom Unternehmer und nicht von einem selber verursacht worden sind!!!
Leider darf ich hier nicht meine wirkliche Meinung vertreten da mir auch schon von der Firma her gedroht wurde.
Belegen kann ich alles mit Fotos und dem Kostenvoranschlag und der Endrechnung, die dann Schlussendlich bei 6388,03€ ausfiel, Differenz: 1291,01€!
Ich kann rechnen!